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 Betreff des Beitrags: Der größte Wasserspeicher Kapstadts ist fast leer
BeitragVerfasst: Fr 12. Mai 2017, 10:40 
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Registriert: Sa 25. Jun 2005, 02:00
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Ein neues Video zeigt, wie schlimm die Wasserkrise von Kapstadt in Südafrika ist. Kapstadt, die schöne Stadt am Tafelberg, leidet unter schwindenden Trinkwasser-Vorräten. Adam besuchte den Theewaterskloof Dam in der Nähe von Villiersdorp, einem der größten Stauseen für Trinkwasser für die zweitgrößte Stadt Südafrikas. Die Aufnahmen mit einer Drohne zeichnen ein düsteres Bild. Wasser in Südafrika ist knapp. In ganz Südafrika wurden Wasserrestriktionen verhängt.

Jährlich besuchen etwa 2,5 Millionen Touristen Kapstadt. Das ist gut für den Tourismus, schlecht aber für die schwindenden Trinkwasser-Vorräte.

Das Wasser aus dem Stausee reicht gerade mal für hundert Tage. Wie kostbar Wasser ist, wird gerade an Südafrika deutlich. War es noch normal, Wasser aus dem Wasserhahn zu bekommen, muss man jetzt mit Dreck rechnen, der sich im Stausee abgesetzt hat.

Viele greifen lieber zum Mineralwasser, da das Trinkwasser auf Grund der Verunreinigung mit Chemikalien „verseucht“ ist. Da der Wasserspiegel so niedrig ist, dass der ganze abgesetzte Dreck im Stausee aufgewühlt wurde und sich im Trinkwasser befindet.

Zum Thema Wasserflaschen: In Südafrika gräbt auch Nestlé sein Wasser ab, genau in der Region, in der ebenfalls das Wasser knapp ist.

Einschränkungen wegen Wassermangel auch in Gauteng

Gauteng ist dort, wo auch die Abfüllanlage von Nestlé ist. Nestlé, der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern mit Hauptsitz in der Schweiz, ist mit 11 Standorten in Südafrika vertreten. In Doornkloof, Südafrika, besitzt Nestlé eine Wasserfabrik. Hier hat der Konzern die Wasserrechte exklusiv für 20 Jahre erhalten. Ins Visier von Bürgerrechtlern und Journalisten geriet die Wasserabfüllanlage in Doornkloof in der Provinz Gauteng. Der Film „Wem gehört das Wasser“ zeigt das Beispiel Südafrika. 2011 erhielt Nestle eine 20-jährige Wasserlizenz für Doornkloof in Südafrika, einer der besten Trinkwasserquellen des Landes. Nach Informationen des WDR-Journalisten Christian Jentzsch werden dort täglich 282 000 Liter Wasser abgefüllt und abtransportiert. Der unterirdische Schatz heißt abgepackt nun „Pure Life“. In unmittelbarer Nähe der Wasserfabrik leben 3000 Menschen in notdürftig
zusammengezimmerten Baracken ohne sanitäre Anlagen und fließendes Wasser. Nestlé-Wasser aus dem Laden ist für die Menschen dort unbezahlbar – ein Liter „Pure Life“ kostet umgerechnet einen Euro. Dabei ist es das gleiche Wasser, das nur ein paar hundert Meter entfernt aus dem Boden kommt.

In Gauteng wurde auf Grund der Wasserkrise im November 2016 ein gemeinsames Operationszentrum (JOC) gegründet, um den Stand der Bereitschaft im Zuge der stetigen Abnahme des Wasserspiegels in der Provinz zu planen und zu verbessern. Die Bürger wurden aufgefordert, Wasser zu sparen. Die Stauseen verfügten nur noch über 27 % Wasser. Sie müssen immer 10 % abziehen, da diese als verunreinigt gelten. Laut den Behörden wurde Gauteng zum Wasserkatastrophengebiet erklärt.

Ende März 2017 konnte die Wasserministerin Nomvula Mokonyane nach heftigen Regenfällen die Wasserbeschränkungen in Gauteng aufheben nachdem der Vaal-Damm die volle Kapazität erreicht hatte. Doch was geschieht, wenn man die höheren Wassergebühren nicht zahlen kann, erleben jetzt die Einwohner der Gemeinde Emfuleni südlich von Gauteng. Wie htxt.co.za berichtet, können sie die angehäuften Schulden an das Wasserwerk nicht zahlen und daher hat der Wasserversorger angefangen, den Wasserdruck um 20% zu reduzieren.
Der Theewaterskloof Dam, der größte Wasserspeicher Kapstadts, ist fast leer. Ab 01. Juni soll „Level 4 Water Restriction“ ausgerufen werden. Bereits bei Stufe 3 waren Einwohner zum besonders sparsamen Umgang mit dem kostbaren Trinkwasser angehalten, doch noch immer wurden Gartenanlagen mit dem kostbaren Wasser gesprengt.

Patricia de Lille, die Bürgermeisterin von Kapstadt, drängte in der gestrigen Stadtratssitzung darauf, dass die vier Millionen Verbraucher der Gemeinde einen drastischen Wandel im Verhalten und Wasserverbrauch hinnehmen müssen. Wenn die Dürre weiterhin anhält, muss mit noch strengeren Beschränkungen für den Wasserverbrauch gerechnet werden. Level 4 Water Restriction ist nur eine Stufe vom Katastrophenfall, also Stufe 5, entfernt. Die Zustimmung der Räte bedeutet auch, dass höhere Wassergebühren fällig werden. Letzteres kann bis Anfang Juli in Kraft treten, mit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres 2017/18 der Kommunalverwaltung, berichtet iol.co.za.



„Stufe 4 “ beinhaltet viele strengere Maßnahmen zur Verwendung von Trinkwasser. Zum Beispiel war auf der aktuellen Ebene 3B Wasser für den Garten an bestimmten Tagen erlaubt, mit der Stufe 4 wird es vollständig verboten „, erklärte Xanthea. Außerdem ist das Füllen der Schwimmbäder mit Wasser ebenfalls verboten.
Es sei dramatisch und man suche nach Lösungen, um mehr Trinkwasser einzusparen. Letzte Woche hatten die Hauptdämme, die der Kap-Halbinsel für Trinkwasser dienen, nur noch knapp 22 Prozent Wasser. Da die letzten 10 Prozent des Dammwassers unbrauchbar sind, bedeutet dies, dass nur noch etwa 12 Prozent Wasser zur Verfügung stehen.

SÜDAFRIKA – Land der Kontraste

Während die einen verdursten, leben die anderen in Saus und Braus. Es ist die schwerste Dürre seit 35 Jahren. Südafrika gehört eh zum trockensten Ländern der Welt. Die Zeche der Dürre zahlt schon jetzt die Bevölkerung, denn nicht nur das Wasser wird teurer, auch die Nahrungsmittelpreise schießen in die Höhe. Neben dem Tourismus ist Kapstadt eine Hochburg der Informationstechnologie. Kapstadt wird oft das San Francisco Afrikas genannt. Obwohl die Beschränkungen des Trinkwassers zu einem Rückgang des Verbrauchs von 1,2 Milliarden Liter pro Tag im Frühjahr 2016 auf 742 Millionen Liter aktuell geführt haben, sind dies immer noch 42 Millionen Liter über dem Dürreziel von 700 Millionen Liter pro Tag.
Allein in der Provinz Westkap, dessen Hauptstadt Kapstadt ist, haben Tausende Häuser in bürgerlichen Gebieten eigene Pools und es gibt auch zig öffentliche Schwimmbäder in der Provinz. Der Wasserbedarf ist riesig. Hinzu kommen die vielen Hotels, die ebenfalls über Pools verfügen und viel Wasser benötigen. Jetzt will die Bürgermeisterin von Kapstadt bei allen Hotels noch mal anrufen und persönlich darum bitten, dass so wenig Wasser verwendet wird wie möglich.



Dazu muss man wissen, dass die Jahreszeiten in Südafrika umgekehrt zu jenen in Deutschland sind. Der trockene Winter beginnt erst und die Wasserstände der Stauseen sinken weiter.

Netzfrauen

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